Vor Ort in Düsseldorf

AWO Aktiv-Treff und Familienzentrum „Lummerland“

Auf Initiative des Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus waren Oberbürgermeister Thomas Geisel und der Staatssekretär aus dem Bundesbauministerium Gunther Adler zu Gast im AWO Aktiv-Treff und im AWO Familienzentrum „Lummerland“ in Wersten.

AWO Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen erläuterte die im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ geplanten Umbaumaßnahmen vor Ort und zeigte den neu gebauten Kinderspielplatz des Familienzentrums. Das „Lummerland“ betreut Kinder von vier Monaten bis zum Schuleintritt. Es unterstützt die Familien durch vielfältige Beratungsleistungen. Die Integration von Familien mit Zuwanderungsgeschichte bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt.

Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte wie wichtig solche Förderprogramme für Düsseldorf sind und welche positiven Effekte sich auf die Stadtteile auswirken. Städtebaufördermittel in Höhe von 3,86 Mio Euro für die Fördergebiete Rath/Mörsenbroich und 5 Mio Euro für Wersten/Holthausen (60%Land, 40% Stadt) können auf der Basis des Handlungskonzeptes eingesetzt werden.

Der AWO Aktiv-Treff in Wersten stellt als Jugendfreizeiteinrichtung und Nachbarschaftstreff Angebote, Aktionen und Projekte für Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Mit seiner Jugendfarm mit Pferden, Eseln, Ziegen und Kaninchen bietet der Aktiv-Treff den jungen Besucherinnen und Besuchern ein spannendes Erlebnisfeld. Der AWO Aktiv-Treff soll 2015 mit Mitteln der „Sozialen Stadt“ neu gebaut werden.

„Mit dem Neubau des AWO Aktiv-Treffs mit seinen Stallungen, der integrierten Jugendfarm und der konzeptionellen Erweiterung zu einem Stadtteil-Treff sollen geeignete Räume für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sozialraum geschaffen werden, in denen Bildung, Beratung und kulturelles Leben stattfinden können“, so Michael Kipshagen.

Die Fördermittel werden anteilig durch Bund, Land und Kommune bereitgestellt. „Wie sozial unsere Gesellschaft ist zeigt sich zuallererst auf der kommunalen Ebene. Unsere Städte und Gemeinden müssen Orte des sozialen Ausgleichs sein. Soziale Ungleichheiten dürfen sich nicht in bestimmten Stadtteilen verfestigen. Hier anzusetzen ist das Ziel des Programms „Soziale Stadt“. Der Bund hat die Mittel dafür 2014 auf 150 Millionen € aufgestockt und damit fast vervierfacht“ berichtet Staatssekretär Gunther Adler aus dem zuständigen Bundesbauministerium.

Andreas Rimkus unterstützt das Programm „Soziale Stadt“ im Rahmen seiner parlamentarischen Arbeit im Deutschen Bundestag und setzte sich schon in seiner Zeit als Kommunalpolitiker für die Realisierung neuer Projekte in Düsseldorf ein. „Es tut gut zu sehen, wie die Fördermittel gewinnbringend für die Menschen vor Ort im Stadtteil eingesetzt werden. Die große Bedeutung der Träger wie die AWO, die die Maßnahmen umsetzen, kann nicht genug betont werden. Gleichzeitig engagieren sich Wohnungsunternehmen wie Sahle Wohnen vor Ort im Stadtteil, indem sie wie zum Beispiel in Wersten Grundstücksflächen zur Verfügung stellen und Kooperationen eingehen“ freut sich Andreas Rimkus über die geplanten Baumaßnahmen und die Kooperation in Wersten.

„Wir freuen uns, mit der Neugestaltung den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils ein breites Spektrum an Möglichkeiten bieten zu können: Herzstück des neuen Gebäudes bildet ein Multifunktionsraum für Veranstaltungen und Weiterbildungsangebote. Das neue Café mit eigener Küche wird von Kinder und Jugendlichen und sicher auch von den Menschen aus dem Stadtteil genutzt werden“ erklärt AWO Geschäftsführer Michael Kipshagen.

„Die soziale Entwicklung unserer Städte und Gemeinden ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hier brauchen wir das Zusammenwirken von öffentlicher Förderung und bürgerschaftlichem sowie privatem Engagement.“, so Gunther Adler. Wie dies in der Praxis funktionieren könne, zeige sich u.a. mit dem Engagement der Wohnungswirtschaft, aber auch vielen weiteren Akteuren in Wersten-Holthausen. Staatssekretär Adler betont in diesem Zusammenhang auf die hohe Anstoßwirkung der Städtebauförderung. 1 Euro Städtebauförderungsmittel (von Bund und Ländern) generieren rund 7 Euro weitere öffentliche und private Mittel.

„Diese vier Euro aus privater Hand zusätzlich zu den drei Euro öffentliche Förderung sind enorm und zeigen den positiven Effekt des Förderprogramms“ ergänzt Andreas Rimkus.