Den Satelliten auf der Spur

Im September besuchte Andreas Rimkus als Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für Satellitentechnik in Bremen den Hauptsitz der OHB System AG um sich eingehend über die herausragenden Leistungen dieses mittelständischen Unternehmens auf dem Gebiet Space Systems zu informieren.

Das Unternehmen OHB System mit Standorten in Bremen und München sowie in Frankreich, Italien, Belgien, Luxemburg und Schweden beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter und betreut Aufträge mit einem Gesamtvolumen von ca. 2 Milliarden Euro.

Damit ist das Unternehmen eine der bedeutenden unabhängigen Kräfte in der europäischen Raumfahrt. Die OHB System AG ist auf die Entwicklung und den Bau erdnaher und geostationärer Satelliten spezialisiert. Dazu gehören moderne Projekte wie die Galileo-Navigationssatelliten, das Aufklärungssystem SARah, die MTG-Wettersatelliten sowie der Umweltsatellit EnMAP, der Technologieerprobungsträger TET-1 oder auch die Telekommunikationssatelliten Hispasat, ELECTRA und EDRS-C.

Im Geschäftsbereich „bemannte Raumfahrt“ arbeitete und arbeitet die OHB System AG intensiv bei der Internationalen Raumstation ISS mit. Das ISS-Forschungslabor Columbus und den ISS-Raumfrachter ATV hat das Unternehmen maßgeblich mit aufgebaut und ausgestattet. Breitbandige Funkübertragung von Bildaufklärungsdaten sind Kerntechnologien für Sicherheit und Aufklärung.

Für erfolgreichen Technologietransfer aus der Raumfahrt in industrielle Anwendungen steht unter anderem der Bereich Prozessleittechnik. Bei der OHB System werden traditionell die Technologien führender nationaler und internationaler Unternehmen zu neuen Lösungen zusammengeführt. Das Familienunternehmen OHB ist seit vielen Jahren ein zuverlässiger Partner für die Europäische Raumfahrtagentur ESA, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR, das Bundesministerium der Verteidigung als auch zahlreicher weiterer öffentlicher und privater Auftraggeber.

„Für die Verkehrspolitik sind satellitengeleitete Verkehrsströme längst keine Vision mehr, sondern zukunftsfähige Konzepte, an denen kluge Köpfe bereits tagtäglich arbeiten. Der Einblick in die Werkshallen bei OHB, in denen die Galileo-Satelliten zusammengebaut werden, hat mich sehr beeindruckt. Mit Galileo gestaltet die Politik ein europäisches System, dass sowohl unsere Navigationssysteme und damit die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen bedient als auch im Katstrophenfall notwendige Ortungsdaten bereitstellt. Die Firma OHB steuert zu den insgesamt 30 geplanten europäischen Galileo-Satelliten 22 Satelliten bei. Im Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der OHB System AG Marco R. Fuchs hat mich insbesondere auch das aktive Bekenntnis des Unternehmens zu einer mitarbeiterorientierten Unternehmenspolitik beeindruckt. Die Firma OHB System weitet zurzeit seine Mitarbeiterkapazitäten aus und setzt auf gut qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Damit unterstützt das Unternehmen die auch von der SPD vertretene Philosophie, dass gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne zur Produktivität und damit zu einer positiven wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im Land beitragen. Die SPD-Bundestagsfraktion wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, mit der Förderung von modernen Zukunftstechniken ökonomische Wertschöpfung in unserem Land, technischen Fortschritt und die Verbesserung des Alltags von Menschen zu gestalten“, fasst Andreas Rimkus seinen Besuch in Bremen zusammen.